Dienstag, 18. März 2008

Ottoberg

Heute hat uns der Weg durch dieses hübsche Dorf geführt.
Mir gefallen die liebevollen Osterdekorationen.








Das blaue Plakat ist die Gratulation zu Omas Geburtstag.






Bitte nicht spucken, ich bin gleich wieder weg!



Hier gefällt mir das interessante Dach.





Liebevoll geschmückt

Mittwoch, 5. März 2008

In Erinnerungen schwelgen

Scarlett hat in einer Anmerkung bezüglich meines Schlummertrunks, meine Erinnerungen an die Camperreise nach Florenz und der Toscana geweckt. Ich war da vier Wochen in einer Sprachschule. Es sind schon beinahe 20 Jahre her. Ich hatte der Midlifecrisis ein Schnippchen geschlagen.
Die verblassten Fotos sind gescannt. Aber Erinnerungswert haben sie allemal noch!


In Florenz war ich im Januar. Es war ein unglaubliches Wetterglück, über die ganze Zeit.


Den Camper hatte ich vorwiegend auf dem Campingplatz Fiesole.
Ach, es war einfach traumhaft.


Die Schule war am Vormittag,
den Rest des Tages konnte das gelernte Italienisch ausprobiert werden.


Es blieb genügend Zeit, die berühmten Orte wie Siena, San Gimignano u.s.w. zu besuchen und die Toscana ganz intensiv zu geniessen.




Bereits wieder auf dem Heimweg, Breno im Malcantone


Ich bin 12 Jahre lang mit dem Joker unterwegs gewesen. Verkauft hatte ich ihn als ich hier ins eigene Haus mit Garten gezogen bin. Da hatte ich plötzlich keine Reisegelüste mehr.



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Ich war knapp 50, wollte mal „ausruhen“. Ich meldete mich für einen Italienischkurs bei der Scuola Dante Alighieri Firenze.
Ich packte meinen Campingbus und fuhr am 24. Dezember (1988) los.
Den heiligen Abend verbrachte ich im Tessin, bei Vico Morcote, auf meinem Lieblingsaussichtsplatz.
Ich verabschiedete mich vom fremdgesteuerten Leben, tauchte ein in die Freiheit!
Ein wundervolles Gefühl! Ich öffnete meine Weihnachtspost und das Päcklein meiner Freundin. Es war ein wunderschöner mundgeblasener, bussicherer Kerzenhalter!
Meine Freude war riesig. Ich war glücklich.
Der Grenzübertritt bei extrem wenig Verkehr am 25. Dez.ist mir in Erinnerung geblieben, weil der Zöllner mich fragte, ob ich heute ganz alleine sei. Das war richtig rührend, denn ein Italiener kann sich sicherlich nicht vorstellen, solch einen Feiertag ohne die ganze Familie zu verbringen. Ich aber war zufrieden, ich hatte FLÜGEL !.

Mein Ziel war der Camping Panoramico in Fiesole. In Florenz habe ich mich natürlich verfahren. Mit dem Stadtplan in der Hand bin ich ausgestiegen, um von einem Italiener zu erfahren, wo ich mich gerade befinde. Der Mann konnte keinen Stadtplan lesen! Sowas!

Der Camping ist wunderschön gelegen, mit Aussicht über Florenz. Es waren wenig Besucher da, aber kontaktfreudige aus aller Welt! Eine einmalige, super Stimmung!
Ich fühlte mich gehörig stolz, auf den Spuren der Ethrusker wandeln zu dürfen.
Bin rumgereist, habe die Landschaft und die Städte genossen.

Zufällig war es der 2. Januar als ich Siena besuchte. Mir stockte fast der Atem! Italianita pur ! So festlich und feierlich! Durch die besondere Wetterlage und den tiefen Sonnenstand war die Stadt in ein ganz einmaliges, helles Licht getaucht welches die backsteinfarbenen Gebäude auf optimale Weise zur Geltung brachte !
Die Italiener, alle in den Sonntagskleidern, mit hochglanzpolierten Schuhen! Sie standen in den Strassen, in den Caffébars und palaverten! Zum Glück hatte ich mich an diesem Tag ebenfalls etwas gestylt, sodass ich nicht gerade als Tourist aufgefallen bin. Ich fühlte mich wohl und zufrieden.

Die Schule startete am 9. Jan. aber nur vormittags. Es waren hauptsächlich junge Leute, aber ich war trotzdem nicht die älteste. Die Jungen waren prima in Grammatik, ich kannte dafür mehr Wörter.
Nachmittags auf dem Markt probierte ich jeweils das neu Gelernte. Dann immer subito:
Signora viene della svizzera? Wie die das immer gemerkt haben? Aber verstanden haben sie alles was ich sagte! Sind eben genial, die Italiener.
Dieses lange dauernde, schöne und warme Wetter führte zu Wasserknappheit. Dusche auf dem Camping wurde rationiert und versiegte schliesslich gänzlich.
Bei einer meiner Fahrten über Hügel und Täler sah ich, wie die Einheimischen an einer Quelle welche aus dem Fels sprudelte, ihre Wasserflaschen und Behälter abfüllten. Fortan füllte ich meinen Wassertank ebenfalls dort mit dem köstlichen Nass.
Alleine kann man im VW-Joker gut leben. Es hat fliessendes Wasser mit Trog, Herd mit 2 Gasflammen, Kühlschrank, Heizung, chemisches WC, viele Schränke, Bank und Tisch, die Bank wird nachts zum grossen Bett. Ich habe immer göttlich geschlummert!
Ende Januar die Heimreise. Das bisschen italienisch habe ich wieder vergessen. Aber die Erlebnisse möchte ich nicht missen, jede Minute war kostbar!

Sonntag, 2. März 2008

Sturmtief Emma, ciao...wir fahren in den Süden!

In der Nacht, als Emma um mein Haus pfiff, bin ich etwa um 3 Uhr aufgewacht.
Hurrah, was für eine günstige Gelegenheit, den 5-Uhr Zug zu erwischen!
Fahrplan studieren, Rucksack packen, frühstücken. Es hat geklappt, nach 5 langen Stunden Reisezeit waren wir im Tessin.


das Wetter war zwar um 10 Uhr noch etwas diesig, hat sich aber zusehends verbessert.


Die viel bewunderte Kamelis

traumhaft, dieser Palmenwald

die Blätter, ein Wunder der Natur



Hayka traut diesen lauten Glocken nicht so recht. Für mich aber ist es wundervolle Musik

Weiter unten kann das Glockenspiel in eimen Video gehört werden

Erst dachte ich an Kunststoffblumen. Aber nein, es sind echte Bergenien!


ER hat für mich ganz lecker Ossobuco con Polenta gekocht




weiter geht es, lauschige Plätzchen entdecken




auf dem Rückweg



ganz genau so fühle ich mich gerade auch, nach diesem stundenlangen spazieren


Italianità in Lugano


Blick zurück, vom Bahnhof


um 16 Uhr fährt der Zug in weiteren 5 LANGEN Stunden heimwärts


Es war ein herrlicher Tag, wir haben das alles sehr genossen.
Nicht nur ich, sondern auch Hayka war fixifoxi

Das typische Tessiner-Glockenspiel

video